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störende Partitionen in Gnome/Nautilus ausblenden

Posted by : Florian Löffler | On : 05.11.2007

In Gnome’s Dateimanager Nautilus gibt es am linken Rand eine eigentlich recht praktische “Orte”-Leiste in welcher man schnellen Zugriff auf sein Homeverzeichnis und ggf. verfügbare Partitionen hat. Darunter kann man nach belieben Lesezeichen anlegen und auch wieder entfernen.

Hat man nun aber Partitionen, welche man nicht unbedingt ständig an oberster Stelle im Zugriff haben möchte gibt es zunächst keine Möglichkeit diese auszublenden. Beispielsweise die Service-Partitionen von einem vorinstallierten WindowsXP oder auch MacOS gehören zu den sicheren Kandidaten, welche nie gemounted werden würden ;)

Die Erkennung der verfügbaren Partitionen wird im Hintergrund vom Gespann hal/dbus erledigt, also muss man diese (konkret den hald) anweisen, diese Partitionen zu ignorieren.

acer ~ # cd /usr/share/hal/fdi/preprobe/
acer preprobe # mkdir 95userpolicy
acer preprobe # cd 95userpolicy/
acer 95userpolicy # vi 10ignore-disks.fdi

Die Datei 10ignore-disks.fdi ist dann mit folgendem Inhalt anzulegen…

acer 95userpolicy # cat 10ignore-disks.fdi
<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<deviceinfo version="0.2">
    <device>
        <match key="block.device" string="/dev/sda1">
            <merge key="info.ignore" type="bool">true</merge>
            <merge key="volume.ignore" type="bool">true</merge>
        </match>
    </device>
</deviceinfo>

…und danach hal und dbus neu zu starten.

acer 95userpolicy # /etc/init.d/hald restart
 * Stopping Hardware Abstraction Layer daemon ...            [ ok ]
 * Starting Hardware Abstraction Layer daemon ...            [ ok ]
acer 95userpolicy # /etc/init.d/dbus restart
 * Stopping Hardware Abstraction Layer daemon ...            [ ok ]
 * Stopping D-BUS system messagebus ...                      [ ok ]
 * Starting D-BUS system messagebus ...                      [ ok ]
 * Starting Hardware Abstraction Layer daemon ...            [ ok ]

Das gezeigte Beispiel ignoriert nach Ausführung der Anweisungen die Partition /dev/sda1. Das muss natürlich ggf. angepasst werden. Mehrere Partitionen lassen sich einfach durch mehrere <device>-Blöcke realisieren.

Hier nochmal ein vorher – nachher Bild von meiner Installation:
VorherNachher

EDIT:
Leider kann es wohl vorkommen, dass Partionen zwar nach den obigen Modifikationen von HAL wie gewünscht ignoriert werden aber dennoch an der ein oder anderen Stelle in Gnome auftauchen. Das kann wohl daran liegen, dass nicht alle verwendeten Libraries konsequent HAL nutzen oder Ähnliches.
Abhilfe lässt sich bei solchen “Härtefällen” nur durch eintragen der Partitionen in /etc/fstab schaffen. Nutzt man den Parameter noauto, so werden diese nicht automatisch beim Booten gemounted aber dafür nun wirklich von allen Tools (jedenfalls soweit ich das bisher sagen kann) ignoriert.

Beispiel für /dev/sda1:

acer 95userpolicy # cat /etc/fstab
...
/dev/sda1      /mnt/ignore/pqservice     auto     defaults,noauto     0 0
...

Hoffe das hilft wem weiter ;)

Comments (2)

  1. Uwe Naumann said on 8. Januar 2008

    Und ob das weiterhilft!

    Danke für den Beitrag, diese angezeigten Partitionen nerven mich schon lange. Allerdings habe ich es immer vor mir hergeschoben mich da mal drum zu kümmern. Da ich sowieso gerade meine neues Notebook einrichte wäre das eigentlich eine gute Gelegenheit das mal in Angriff zu nehmen.

    LG Uwe

  2. flo said on 8. Januar 2008

    Freut mich ;)
    Das “Problemchen” hat mich auch ganz schön genervt. Vor allem, da es zu HAL nur sehr spärlich Informationen (außer man will sich die ganze Doku antun ;) gibt und zudem manche Tools nur info.ignore und andere natürlich nur volume.ignore auswerten, so dass man erstmal draufkommen muss beides anzugeben ;)
    Zu guter letzt gibts wohl auch paar Härtefälle, welche nur durch Einträge in die fstab zu beeinflussen sind, da sie HAL wohl einfach links liegen lassen.
    Hab deswegen den Eintrag nochmal eben auf den neuesten Stand gebracht.

    Mit HAL Konfiguration und fstab Einträgen funktionierts bei mir bisher perfekt.

    Gruß
    Flo

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