16. Januar 2010 - 22:41
Mylyn WTP aka Generic Web Templates Connector unter Eclipse Galileo installieren
Seid einiger Zeit nutze ich nun die Integration des Bugzilla Bugtrackers in Eclipse mittels Mylyn. Soweit funktioniert das auch sehr gut. Allerdings würde ich gerne auch Bugs einiger Projekte verwalten, für deren Bugtracker es keinen Mylyn Connector gibt.
Konkret würde ich es gerne schaffen den BerliOS Bugtracker in Mylyn zu integrieren. Dieser verfügt meines Wissens nach aber über keine Schnittstelle für externe Anwendungen – kann also nur über die Weboberfläche bedient werden. Soweit so schlecht.
Meine Google Recherchen ergaben, dass BerliOS wohl eine sehr ähnliche Bugtracker Software wie Sourceforge einsetzt. Außerdem fand ich einige Seiten die von einer erfolgreichen Integration des
Sourceforge Bugtrackers in Mylyn mittels eines generischen Web Template Connectors sprachen.Allerdings ist dieser in der Standardinstallation nicht enthalten und auch in den standard Update Sites nicht (mehr) verfügbar. Nach einiger Sucherei fand ich heraus das irgendwann das Projekt in die Incubator Update Site von Mylyn verschoben wurde:
“The generic web repository connector is NOT part of the default Mylyn install. You can install it from the incubator update site. See Mylyn download page for more details.”
Diese war gar nicht so leicht herauszufinden, deshalb erspare ich euch das Suchen. Die Adresse lautet wie folgt:
Mylyn incubator update site - http://download.eclipse.org/tools/mylyn/update/incubator/
Sobald diese in Eclipse hinzugefügt wurde kann man die WTP aka Generic Web Templates Connector aka “Mylyn Connector: Web Templates (Advanced)” auswählen und installieren.
Ebenso nötig sind die Update Sites
Mylyn - http://download.eclipse.org/tools/mylyn/update/e3.4und
Mylyn Extras - http://download.eclipse.org/tools/mylyn/update/extrasum entsprechende Abhängigkeiten auflösen zu können.
Falls bereits eine Version von Mylyn installiert war sollte vor dem Installieren des WTP Plugin erst noch ein Update gemacht werden.
Nachdem ich man es nun geschafft hat den WTP Connector zu installieren muss dieser noch für die Weboberfläche des BerliOS Bugtrackers konfiguriert werden. Ausgehend von der Sourceforge Konfiguration, welche mitgeliefert wird, habe ich schon begonnen eine Konfiguration für BerliOS zu erstellen. Bislang allerding mit eher mäßigem Erfolg.
Einloggen scheint schon zu klappen, allerdings werden noch keine Bugs importiert. Sobald das letzte Puzzle-Teilchen auch noch gefunden ist werde ich die Lösung natürlich wie immer mit allen teilen die’s interessiert ;)
- 15:52
NTFS-Schreibzugriff unter Ubuntu Linux
Leider bietet Ubuntu karmic standardmäßig nur NTFS-Lesezugriff. Um auch schreibend auf NTFS formatierte Medien zugreifen zu können muss man das Konfigurationstool ntfs-config installieren und unter dem neu hinzugekommenen Menüpunkt System->Systemverwaltung->NTFS Konfigurationstool den Schreibzugriff für die entsprechenden Partitionen aktivieren.
Die Installation kann unter Ubuntu karmic einfach mit einem Klick auf folgenden Link vorgenommen werden: apt://ntfs-config
Für externe Medien muss man — umständlicherweise — den ersten Dialog zunächst mit Anwenden bestätigen und im, dann erscheinenden, zweiten Dialog den Schreibzugriff für externe Medien aktivieren.
Genau erklärt findet man das Ganze auch noch im Ubuntu Geek Blog Artikel über NTFS Schreibsupport
28. Dezember 2009 - 15:57
Versioniertes Backup aka “Time-Machine” für Linux
Da durch akutes Festplattensterben in meiner Umgebung die Aufmerksamkeit mal wieder auf ein ordentliches Backup gelenkt wurde, habe ich mich heute mal etwas mit der Thematik auseinandergesetzt. Und wenn ich schon dabei bin, will ich es natürlich richtig machen.
Ein einfaches rsync-Backup mit Rotationen, wie es z.B. rsnapshot bietet, ist mir nicht genug, da ich nur eine begrenzte Anzahl an alten Versionen aufheben kann.
Interessant ist auch der Ansatz eines versionierten Dateisystems namens ext3cow, dass wohl schon recht nahe an Apples Time-Machine herankommt. Leider ist das Ganze wohl noch nicht ganz ausgereift und wird wohl noch einge Zeit brauchen bis es seinen Weg in den Linux Kernel findet.
Die optimale Lösung setzt wohl auf Subversion in Verbindung mit einigen Scripten, die sich um ein regelmäßiges, automatisches einchecken kümmern. Wie man so etwas hinbekommt beschreibt Christopher Ingram in seinem Blog in drei ausführlichen Einträgen (Teil 1, Teil2, Teil3).
Wie’s aussieht werde ich letztere Lösung in naher Zukunft an zwei Standorten einrichten und werde berichten wie’s gelaufen ist.
17. November 2009 - 18:47
SimpleSAMLphp und Suhosin
Letztens musste ich SimpleSAMLphp als SP/IdP für mein lokales SSO Entwicklungssystem aufsetzen. Allerdings wollte der SSO Vorgang nicht recht funktionieren.
Nach einigem Stochern in den Logs bin ich auf folgendes gestoßen:
flo@acer ~ $ tail -f /var/log/apache2/error.log ... [Sun Nov 15 15:41:52 2009] [error] [client 127.0.0.1] ALERT - configured GET variable value length limit exceeded - dropped variable 'SAMLRequest' (attacker '127.0.0.1', file '/var/www/simplesaml/saml2/idp/SSOService.php'), referer: http://sp-ssphp.localhost/simplesaml/saml2/sp/idpdisco.php?entityID=http%3A%2F%2Fsp-ssphp.localhost%2Fsimplesaml%2Fsaml2%2Fsp%2Fmetadata.php&return=http%3A%2F%2Fsp-ssphp.localhost%2Fsimplesaml%2Fsaml2%2Fsp%2FinitSSO.php%3FRelayState%3Dhttp%253A%252F%252Fsp-ssphp.localhost%252Fsimplesaml%252Fexample-simple%252Fsaml2-example.php&returnIDParam=idpentityid
Die Logmeldung weißt auf einen Verstoß gegen die Suhosin Richtlinen für die maximale Parameterelänge hin. Da die SAML2 Nachricht “vorneherum” via GET Variable übertragen wird ergibt sich ein recht ansehnliche Parameterlänge, welche von Suhosin als Angriff gewertet und geblockt wird.
Um das Problem zu beheben muss einfach die maximale Parameterlänge in der /etc/php5/conf.d/suhosin.ini erhöht werden. Eine Erhöhung von 512 auf 1024 hat in meinem Fall ausgereicht:
flo@acer ~ $ cat /etc/php5/conf.d/suhosin.ini ... ;suhosin.get.max_value_length = 512 suhosin.get.max_value_length = 1024 ...
Viel Spass!
Nachtrag
Folgendes muss auch noch angepasst werden:
flo@acer ~ $ cat /etc/php5/conf.d/suhosin.ini ... ;suhosin.cookie.max_name_length = 64 suhosin.cookie.max_name_length = 128 ...
16. November 2009 - 18:32
System Editor in Ubuntu ändern
Standardmäßig benutzt Ubuntu den Nano Editor. Dieser ist für eingefleischte Vim User aber natürlich keine geeignete Alternative.
Zum Glück lässt sich der System Editor leicht wechseln:
flo@acer ~ $ sudo update-alternatives --config editor Es gibt 4 Auswahlmöglichkeiten für die Alternative editor (welche /usr/bin/editor bereitstellen). Auswahl Pfad Priorität Status ------------------------------------------------------------ * 0 /bin/nano 40 Auto-Modus 1 /bin/ed -100 manueller Modus 2 /bin/nano 40 manueller Modus 3 /usr/bin/vim.basic 30 manueller Modus 4 /usr/bin/vim.tiny 10 manueller Modus Drücken Sie die Eingabetaste, um die aktuelle Wahl[*] beizubehalten, oder geben Sie die Auswahlnummer ein: 3 update-alternatives: Verwende /usr/bin/vim.basic, um /usr/bin/editor (editor) in manueller Modus bereitzustellen.
Anmerkung dazu:
Der “echte” Vim verbirgt sich unter der Option 3 /usr/bin/vim.basic und muss ggf. erst durch ein
flo@acer ~ $ sudo apt-get install vim
installiert werden, da Ubuntu nur den abgespeckten vim-tiny mibringt.
15. November 2009 - 15:06
Shibboleth2 unter Ubuntu 9.10 (karmic)
Als ich mich unter Karmic daran gemacht habe den Shibboleth2 Service Provider einzurichten war ich zunächst mal positiv überrascht.
Es gibt nämlich tatsächlich ein Ubuntu Package für den aktuellen Shibboleth 2.1, das sich fix und einfach installieren lässt.
Unter Gentoo/Suse musste ich jedesmal von Source kompilieren um an die aktuelle Version zu kommen. Von daher schonmal ein thumbs-up für Ubuntu karmic.
Also gleich ans Werk…
flo@acer ~ $ sudo apt-get install libapache2-mod-shib2
Problem
Nach dem Installieren und Konfigurieren klappte es allerdings nicht so recht mit dem Starten.
Ein Startversuch mittels
flo@acer ~ $ sudo service shibd start
wurde mit folgenden Logeinträgen quittiert
flo@acer ~ $ tail -f /var/log/shibboleth/shibd.log ... 2009-11-15 14:09:58 INFO Shibboleth.Listener : listener service starting 2009-11-15 14:09:58 ERROR Shibboleth.Listener : socket call resulted in error (2): no message 2009-11-15 14:09:58 CRIT Shibboleth.Listener : failed to bind to socket.
Lösung
Eine kurze Google Recherche förderte zutage, dass Shibboleth versucht seinen socket unter /var/run/shibboeth zu erstellen. Allerdings existiert das Verzeichnis nicht, was zu dem genannten Fehler führt. Da /var/run von Zeit zu Zeit automatisch wieder gelöscht wird genügt es nicht das Verzeichnis einfach zu erstellen. Stattdessen kann man das Initscript des Shibboleth Daemons unter /etc/init.d/shibd anpassen, so dass das fehlende Verzeichnis bei jedem Start angelegt wird, sofern es noch nicht existiert.
Und das geht ganz einfach so:
flo@acer ~ $ sudo sed -i '50 i \nif [ ! -e /var/run/shibboleth ]; then\n\tmkdir /var/run/shibboleth\nfi\n' /etc/init.d/shibd
Der obige Code fügt an Zeile 50 des Initscriptes eine entsprechende Abfrage ein und erstellt das fehlende Verzeichnis bei Bedarf.
Quellen
As always: Hope that helps!
5. November 2009 - 20:43
Googlemail “Web Login Required”
Verweigert Thunderbird den Zugriff auf dein Googlemail Konto mit der Meldung “Web Login Required” so bedeutet das, dass jemand zu oft versucht hat sich mit einem falschen Kennwort in dein Konto einzuloggen.
Um das Knacken des Kennwortes durch BruteForce durchprobieren zu verhindern, sperrt Google nach einigen Fehlversuchen den Zugang.
Um das Konto wieder zu aktivieren muss man sich dann z.B. unter https://www.google.com/accounts/UnlockCaptcha mit den korrekten Daten anmelden.
Im Unterschied zum normalen Login besitzt diese Seite ein grafisches Captcha, um den automatisierten Zugriff zu erschweren.
Nach dem Entsperren sollte die normale Anmeldung zu dem Konto – auch via Thunderbird – wieder funktionieren.
3. November 2009 - 20:36
PHP-GTK und wo man es herbekommt
Seid ich in letzter Zeit wieder vermehrt mit PHP arbeite und daraus auch ein Projekt mit grafischer Oberfläche entstanden ist (siehe RRZE Icon Inspector) bin ich relativ begeistert von PHP-GTK.
PHP-GTK erweitert PHP um GTK+ Bindings und bietet so ein objektorientiertes Interface zu GTK+. Dadurch wird die Entwicklung plattformübergreifender PHP Applikationen mit grafischer Oberfläche ermöglicht.
Momentan wird PHP-GTK von den meisten Distributionen noch etwas stiefmütterlich behandelt (keine Ahnung wieso). So gibt es meist keine vorgefertigten Pakete, obwohl PHP-GTK bereits Version 2.01 erreicht hat.
Als Paketquellen konnte ich verschiedene Seiten fleißiger Personen ausfindig machen, die jeweils vorkompilierte Pakete zur verfügung stellen. Diese möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten.
- php-gtk_2.0.1-1_amd64.deb (amd64 tested with Ubuntu 9.10 – karmic)
- php5-gtk (i386 generic Ubuntu, tested with Jaunty by me)
- Selbstbau HOWTO (falls alle Stricke reissen…)
Für das neue Ubuntu 10.04 – Lucid Lynx empfehle ich wärmstens die Selbstbauanleitung aus den Ubuntu Foren.
Hat bei mir einwandfrei funktioniert.
1. November 2009 - 15:05
Eclipse unter Ubuntu 9.10 (karmic)
Beim Installieren des aktuellen Eclipse unter Ubuntu 9.10 (karmic) bin ich auf einen sehr nervigen Bug gestoßen.
Das Problem
Mit karmic das neue Gnome 2.28.1 und damit GTK+ 2.18 eingführt wurde, welches seit neuestem ein verändertes Windowmanagement – sogenannte “Client-Side Windows” – benutzt. Da Eclipse dies offenbar nicht ordentlich unterstützt sind einige Schaltflächen nicht klickbar bzw. bleiben bei einem Klick “versenkt” ohne jedoch auszulösen. Außerdem Ist die Liste installierbarer Plugins (New Software) unsichtbar.
Die Lösung
Die Lösung ist die Umgebungsvariable GDK_NATIVE_WINDOWS mit der man GTK+ dazu bewegen kann wieder das alte Fenstermodell zu benutzen.
Startet man Eclipse wie folgt funktioniert es wieder einwandfrei.
flo@acer ~ $ GDK_NATIVE_WINDOWS=1 /opt/eclipse/eclipse
Das Ganze lässt sich dann auf Wunsch noch in ein kleines Shellscript verpacken.
Quellen



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