Wenn man große Dateien über relativ langsame Verbindungen übertragen muss und dafür ssh-copy alias scp verwendet steht man bei einem Verbindungsabbruch bei 93% erstmal ziehmlich doof da.
Scp unterstützt nämlich nicht das Fortsetzen eines nur teilweise beendeten Kopiervorgangs. Eigentlich müsste man wieder von vorne anfangen. Hat man aber rsync auf beiden Rechnern installiert so kann man den abgebrochenen Kopiervorgang relativ komfortabel doch noch zuende bringen und das geht so:
acer ~ # rsync —P ——bwlimit=45 ——rsh=ssh username@host:/tmp/test.tst . test.tst 366544896 100% 44.67kB/s 2:13:32 (xfer#1, to-check=0/1) sent 6036 bytes received 365605729 bytes 45613.10 bytes/sec total size is 366544896 speedup is 1.00
Das Ganze funktioniert folgendermaßen:
- der lokale rsync client baut eine ssh Verbindung zum remote server auf und startet dort selbständig einen rsync deamon, der jedoch nur Verbindungen von localhost annimmt
- per ssh-tunnel verbindet sich der lokale rsync client dann zum rsync deamon auf dem remote server
- –P ist gleichbedeutend mit ––partial −−progress – was nichts anderes heißt als das teilweise übertragene Dateien erhalten bleiben und der Fortschritt der Übertragung angezeigt wird
- −−bwlimit KBYTE/S ermöglicht die Drosselung der Übertragungsgeschwindigkeit, Angabe in kByte/s
Have fun ;)




